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DBI Gas- und Umwelttechnik

Start des Projektes "Koralle"

Ein neues System zur bedarfsorientierten vor-Ort-Erzeugung von Kohlenmonoxid wird von der DBI - Gastechnologisches Institut gGmbH Freiberg, der Mahler AGS GmbH und der EBZ Entwicklungs- und Vertriebsgesellschaft Brennstoffzelle mbH im Rahmen eines durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Verbundprojektes entwickelt. Es soll insbesondere Unternehmen mit geringem und mittlerem Bedarf an Kohlenmonoxid Möglichkeiten zur nachhaltigen und kosteneffizienten Versorgung eröffnen.

Kohlenmonoxid (CO) ist ein wichtiger Grundstoff in verschiedenen Branchen, beispielsweise in der chemischen Industrie, in der Feinchemie und in der Metallurgie. Insbesondere Verbraucher mit geringem und mittlerem Bedarf erzeugen das benötigte CO derzeit nicht selbst, sondern werden aus zentralen Großanlagen beliefert. Dort wird CO aus fossilen Energieträgern hergestellt. Um eine universelle Anwendbarkeit zu gewährleisten, wird es zu hohen Reinheiten aufbereitet und auf 200 bis 300 bar verdichtet, bevor es in Druckgasflaschen oder Trailern, häufig per LKW, zum Anwender transportiert wird. Neben Emissionen sind damit auch hohe Kosten verbunden.

Das technische System zur Vor-Ort-Erzeugung von CO, das im Rahmen des Verbundprojektes Koralle von der DBI - Gastechnologisches Institut gGmbH Freiberg, der Mahler AGS GmbH und der EBZ Entwicklungs- und Vertriebsgesellschaft Brennstoffzelle mbH entwickelt wird, soll dem entgegenwirken. Durch die vor-Ort-Erzeugung können Transporte eingespart und Lagerbestände reduziert werden. In Verbindung mit einer vereinfachten CO-Aufbereitung ergeben sich daraus Potentiale zur Kostensenkung. Darüber hinaus können auch Emissionen vermindert werden, insbesondere dadurch, dass das Verfahren auf der reversen Wassergas-Shiftreaktion beruht, deren Ausgangsstoffe nicht fossile Energieträger, sondern Kohlendioxid und Wasserstoff sind.

Seit April diesen Jahres arbeitet das Projektkonsortium aufbauend auf Machbarkeitsstudien an der Entwicklung eines technischen Systems, welches in einer Demonstrationsanlage mit einer Erzeugungskapazität von 1 m³/h Kohlenmonoxid umgesetzt und sowohl im Labor als auch in Kombination mit einer realen Anwendung der Feinchemie erprobt werden soll. Die Erfahrungen zum Betriebsverhalten und den Wechselwirkungen ermöglichen Erkenntnisse für eine Vergrößerung des Systems auf Produktionskapazitäten im Bereich von 20 bis 100 m³/h, die insbesondere zur CO-Versorgung kleiner und mittelständischer Unternehmen relevant sind.

Die vollständige Pressemitteilung können Sie hier herunterladen.

Medienkontakt

DBI - Gastechnologisches Institut gGmbH Freiberg
Emily Schemmel
Telefon: +49 3731 4195-339

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  emily.schemmel@dbi-gruppe.de

Inhaltlicher Ansprechpartner

DBI - Gastechnologisches Institut gGmbH Freiberg
Dr. Jörg Nitzsche
Telefon: +49 3731 4195-331
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  joerg.nitzsche@dbi-gruppe.de

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