70 Jahre Deutsches Brennstoffinstitut Freiberg – Aus Forschungstradition wächst Zukunftskompetenz
Am 1. November 2026 jährt sich die Gründung des Deutschen Brennstoffinstituts (DBI) zum 70. Mal. Aus der zentralen Forschungseinrichtung der DDR gingen nach der Wiedervereinigung spezialisierte Unternehmen hervor. Auf dem Gelände des früheren Institutskomplex an der Halsbrücker Straße entstand ein Gewerbepark, während die Gasforschung in der DBI-Gruppe weitergeführt wird.
Die Geschichte des DBI begann bereits 1924: Damals nahm in Freiberg die Braunkohleforschung ihren Anfang. Am 1. November 1956 wurde schließlich das Deutsche Brennstoffinstitut gegründet. In der DDR entwickelte es sich zu einer zentralen Forschungs- und Entwicklungseinrichtung für feste, flüssige und gasförmige Brennstoffe. Der große Institutskomplex entstand ab Ende der 1950er Jahre und war bis 1968 weitgehend fertiggestellt.
Anfang 1990 arbeiteten rund 940 Mitarbeitende am DBI. Als eines der zentralen Energieinstitute der DDR deckte es die Fachbereiche Kohle, Gas und Kernenergie ab. Mit der deutschen Wiedervereinigung endete seine Tätigkeit als staatliche Forschungseinrichtung. Im Zuge der Privatisierung ab 1990 wurden spezialisierte Unternehmen gegründet, die Aufgaben aus der Energietechnik weiterführten. Dazu zählten unter anderem die DBI-EWI GmbH, die NOELL DBI Energie- und Entsorgungstechnik GmbH, die DBI Rohstoff- und Anlagentechnik GmbH sowie die DBI Gas- und Umwelttechnik GmbH. In den folgenden Jahren kamen weitere Unternehmen hinzu, darunter die Gas Service Freiberg GmbH, die DBI-AUA GmbH und die TAF GmbH.

Die Gasforschung des früheren DBI wird heute in unterschiedlichen Strukturen fortgesetzt. So wurde 1991 die DBI Gas- und Umwelttechnik GmbH gegründet. Das privatwirtschaftliche Unternehmen ist unter anderem in Forschung und Entwicklung, Engineering und Consulting für Gas-, Wasserstoff- und Energietechnologien tätig. 1998 kam die DBI – Gastechnologisches Institut gGmbH hinzu. Als hundertprozentige Tochter der DBI Gas- und Umwelttechnik GmbH bündelt sie gemeinnützige Grundlagen- und angewandte Forschung sowie Prüf- und Weiterbildungsangebote. Zusammen bilden die beiden Unternehmen die DBI-Gruppe.
Ein weiterer Nachfolger im Bereich der Gasmesstechnik ist die 1995 gegründete Gas Service Freiberg GmbH. Das Unternehmen ist auf Prüfung, Reparatur, Instandsetzung und Nachrüstung von Gasmesstechnik spezialisiert. In seiner Werkstatt bearbeitet es unter anderem Balgengas-, Drehkolben- und Turbinenradgaszähler. Zudem betreibt es eine staatlich anerkannte Prüfstelle für Messgeräte für Gas.
Auch der Standort selbst entwickelte sich weiter. Aus der Umwandlung des Instituts ging die Deutsches Brennstoffinstitut Vermögensverwaltungs-GmbH hervor. 2007 wurde sie von der SAXONIA Standortentwicklungs- und -verwaltungsgesellschaft mbH übernommen. Die DBI-Vermögensverwaltung gehört heute vollständig zu SAXONIA und ist an der DBI-EWI GmbH beteiligt. Die DBI Vermögensverwaltungs-GmbH entwickelt und verwaltet den Standort.
Heute befinden sich auf dem DBI-Gelände ein Gewerbepark mit neu angesiedelten Unternehmen aus Forschung, Entwicklung und Energietechnologie.
Sieben Jahrzehnte nach seiner Gründung ist das DBI als Institution Geschichte. Seine fachliche und menschliche DNA ist jedoch bis heute geblieben. Sie lebt in den Nachfolgeunternehmen ebenso weiter wie in den Lebenswegen vieler Menschen, die den Standort über Jahrzehnte geprägt haben. So bleibt das Erbe des DBI ein Teil der Innovationskraft Freibergs.
Pressekontakt:
Emily Schemmel
(+49) 341 2457 199
kontakt@dbi-gruppe.de
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