BEW-Machbarkeitsstudie in Aue-Bad Schlema

Im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) wird für die Große Kreisstadt Aue-Bad Schlema die technische und wirtschaftliche Machbarkeit eines erneuerbaren Wärmenetzes im Quartier Bad Schlema/Alberoda untersucht. Kern des Projekts ist die Nutzung erneuerbarer Wärmepotenziale – insbesondere aus der Wasseraufbereitungsanlage der Wismut GmbH – zur Vorbereitung einer treibhausgasneutralen, zukunftsfähigen Wärmeversorgung als Grundlage für eine spätere Umsetzung. Das Projekt knüpft damit nahtlos an die Erkenntnisse eines vorgelagerten KfW-432-Konzeptes an.

Laufzeit

01.11.2025 – 31.07.2026

Auftraggeber

Große Kreisstadt Aue-Bad Schlema
im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW), Modul 1 – Machbarkeitsstudie
(Fördermittel administriert durch das BAFA)

Ziel

Ziel des Projekts ist der Nachweis der technischen und wirtschaftlichen Machbarkeit eines erneuerbaren Wärmenetzes im Quartier Bad Schlema / Alberoda. Auf Basis überwiegend erneuerbarer Energien soll eine zukunftsfähige, treibhausgasneutrale Wärmeversorgung vorbereitet werden – als Grundlage für eine spätere Umsetzung und weiterführende BEW-Planungsförderung.

Inhalte

  • Analyse der Wärmebedarfe und erneuerbaren Wärmepotenziale, insbesondere aus der Wasseraufbereitungsanlage (WBA) der Wismut GmbH
  • Entwicklung und Simulation konkreter Wärmenetzvarianten (Netzverläufe, Vor-/Rücklauftemperaturen, Dimensionierung)
  • Abschätzung von Investitions- und Betriebskosten sowie Bewertung der Wirtschaftlichkeit
  • Einbindung von Realdaten und Erhebung der Anschlussbereitschaft potenzieller Wärmeabnehmer
  • Ableitung einer Entscheidungsgrundlage für weiterführende Planung und Umsetzung

Partner

Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie (IEG, Zittau/Bochum)

Die Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geotechnologien – IEG ist Teil der Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e. V., der weltweit füh-renden Organisation für anwendungsorientierte Forschung. Das 2019 gegründete IEG forscht in den Gebieten integrierter Energieinfrastrukturen, Geothermie und Georessourcen sowie Sektorenkopplung für eine erfolgreiche Energiewende.

Technische Universität Bergakademie Freiberg (Lehrstuhl für technische Thermodynamik

Die Professur für Technische Thermodynamik der TU Bergakademie Freiberg (TTD) beschäftigt sich seit über 15 Jahren intensiv mit der Nutzung von Grubenwasser als Energiequelle. In zahlreichen Forschungsprojekten wurden umfassende Kompetenzen zu Energiethemen in ehemaligen Grubengebäuden aufgebaut. Dies betrifft vor allem die Bereiche in-situ Monitoring, Reallabor-Entwicklung sowie die Analyse des Betriebsverhaltens und der technischen Eignung potenzieller Standorte.

Ingenieurbüro für Wasser und Boden GmbH (IWB)

Die Ingenieurbüro für Wasser und Boden GmbH besteht seit 1992 und arbeitet seit vielen Jahren auf den Gebieten der Siedlungs- und Industriewasserwirtschaft, der Gas- und Fernwärmeversorgung sowie im Bereich Verkehrsanlagen und Wasserbau. Insbesondere die Planungs- und Beratungsleistungen im Kontext bestehender und zukünftiger Wärmenetze bilden einen zentralen Bestandteil des Dienstleistungsportfolios.

Meilensteine

  • Projektstart am 03.11.2025 (Pressemitteilung)
  • Auftakttreffen am 13.11.2025 in Bad Schlema
  • Erstes Arbeitstreffen mit Wismut GmbH am 12.01.2026

Unsere Rolle

Projektleitung
DBI fungiert als Verbundkoordinator und ist der zentrale Ansprechpartner des Auftraggebers für alle inhaltlichen und administrativen Belange.

Ist-Analyse des Untersuchungsgebiets
Gemäß BEW-Anforderungen (Schritt 1, Modul 1) zeichnet DBI für die Beschreibung des Ist-Zustands im Untersuchungsgebiet verantwortlich. Hierzu sind neben allgemeinen Informationen zum Gebäudebestand (Anzahl, Typ) auch die konkreten Wärmebedarfe standortscharf zu ermitteln.

Kostenrahmen
DBI verantwortet die fundierte Abschätzung der Investitions- und Betriebskosten des potenziellen Wärmenetzes im Quartier. Hierbei ist ein Variantenvergleich geplant, der verschiedene Ausbaustufen des Wärmenetzes mit unterschiedlichen Erzeuger- und Abnehmermixen hinsichtlich der Wärmegestehungskosten gegenüberstellt.

Öffentlichkeitsarbeit
DBI unterstützt die Stadt in Verbindung mit den Partnern bei jeglichen projektbezogenen Veröffentlichungen. Auch interaktive Formate, wie z.B. Bürgerinformationsveranstaltungen, sind Bestandteil der externen Projektkommunikation.

Ihr Kontakt zu uns

Teamleiter

Thomas Wenzel

(+49) 3731 – 41 95 369

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