Startschuss für H2-Netz OST: Rund 50 Partner planen Wasserstoff-Verteilinfrastruktur für Ostdeutschland
Dresden, 26.08.2026
Die Gemeinschaftsstudie H2-Netz OST ist offiziell gestartet: Rund 50 Unternehmen, Netzbetreiber, Kommunen, Wirtschaftsförderer und weitere Institutionen haben ihre Beteiligung an dem länderübergreifenden Vorhaben zugesagt. Der Startschuss fiel heute vor rund 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmern beim 1. Ostdeutschen Wasserstoffkongress in Dresden. Kurzfristig können sich noch weitere Partner der Studie anschließen.
Ziel der Gemeinschaftsstudie ist es, Bedarfe aus Industrie und Energiewirtschaft, Erzeugungsperspektiven sowie infrastrukturelle Entwicklungen systematisch zusammenzuführen und daraus eine abgestimmte Entwicklungsperspektive für eine Wasserstoff-Verteilnetzinfrastruktur in Ostdeutschland abzuleiten. Im Fokus steht die konkrete Frage, wie ein länderübergreifend abgestimmter und wirtschaftlich tragfähiger Ausbau auf Verteilnetzebene umgesetzt werden kann. H2-Netz OST soll damit eine belastbare Grundlage für zukünftige Infrastruktur- und Investitionsentscheidungen schaffen.
Beteiligung sind noch bis zum 22.09.2026 möglich
Auch nach dem offiziellen Start besteht für weitere Unternehmen, Netzbetreiber und Institutionen die Möglichkeit, sich H2-Netz OST anzuschließen. Bis zum 22.09.2026 können sich weitere Partner anmelden. Beteiligte Organisationen können eigene Perspektiven und Bedarfe in die Untersuchung einbringen und von einer gemeinsamen, abgestimmten Datengrundlage profitieren.

Untersuchungsraum erstmals auf ganz Ostdeutschland erweitert
H2-Netz OST knüpft an die 2024 abgeschlossene Gemeinschaftsstudie „Wasserstoffnetz Mitteldeutschland 2.0“ an. Im Auftrag von 54 privatwirtschaftlichen und öffentlichen Partnern wurden damals Quellen und Senken für grünen Wasserstoff erhoben und eine konkrete Zielnetzplanung für ein mitteldeutsches Wasserstoff-Verteilnetz entwickelt. Mit H2-Netz OST wird der Untersuchungsraum nun länderübergreifend auf ganz Ostdeutschland erweitert. Das Vorhaben ist aktuell das einzige Infrastrukturprojekt dieser Art auf Verteilnetzebene in Ostdeutschland.
Rund 50 Partner aus Energiewirtschaft, Industrie und öffentlicher Hand
Bereits zum offiziellen Start haben rund 50 Partner ihre Beteiligung an H2-Netz OST zugesagt.
Netzbetreiber:
Avacon Netz GmbH, Energie- und Wasserversorgung Altenburg GmbH, Energieversorgung Gera GmbH, EW Eichsfeldgas GmbH, EWE Netz GmbH, inetz GmbH, Mitteldeutsche Netzgesellschaft Gas mbH, NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg mbH & Co. KG, Nordhausen Netz GmbH, ONTRAS Gastransport GmbH, Städtische Werke Magdeburg GmbH & Co. KG, Stadtwerke Annaberg-Buchholz Energie AG, Stadtwerke Bernau GmbH, Stadtwerke Eisleben GmbH, Stadtwerke Glauchau Dienstleistungsgesellschaft mbH, Stadtwerke Hettstedt GmbH, Stadtwerke OELSNITZ/V. GmbH, Stadtwerke Reichenbach/Vogtland GmbH, Stadtwerke Rostock AG, Stadtwerke Sangerhausen GmbH und Stadtwerke Weißenfels GmbH.
Bedarfsträger/Erzeuger:
LEAG Gigawatt GmbH, Linde GmbH, EVH GmbH und Verbund Green Hydrogen GmbH.
Unterstützer:
Bauhaus-Universität Weimar, DEKRA Automobil GmbH, DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V., EEW Energy from Waste Großräschen GmbH, Entwicklungsgesellschaft Niederschlesische Oberlausitz mbH, H2 Region Teltow Fläming, Hochschule Anhalt, IHK Cottbus, IHK Erfurt, IHK Halle-Dessau, IHK zu Leipzig, IHK Ostbrandenburg, IHK Ostthüringen zu Gera, Landkreis Barnim, Landkreis Mansfeld-Südharz, Lücke TEAM International GmbH, Lutherstadt Eisleben, PROOH2V e.V., Stadt Haldensleben, Stadt Leipzig – Amt für Wirtschaftsförderung, Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur GmbH – ThEGA, TÜV Thüringen, VKU Landesgruppe Sachsen und Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH.
Die Gemeinschaftsstudie H2-Netz OST wird gemeinsam von der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland, der DBI-Gruppe und der VIONTA GmbH & Co. KG durchgeführt. Initiativpartner sind ONTRAS, HYPOS, der DVGW und die Initiative für Wasserstoff in Ostdeutschland (IWO).

Über die Europäische Metropolregion Mitteldeutschland
In der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland engagieren sich strukturbestimmende Unternehmen, Städte und Landkreise, Kammern und Verbände sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit dem gemeinsamen Ziel einer nachhaltigen Entwicklung und Vermarktung der Wirtschafts-, Wissenschafts- und Kulturregion Mitteldeutschland.
Über die VIONTA GmbH & Co. KG
VIONTA gestaltet Energieinfrastruktur mit Blick für Details und Gespür fürs Ganze. Technische Qualität, langjährige Erfahrung und nachhaltiges Denken machen das Engineering-Unternehmen zu einem verlässlichen Partner in einer sich wandelnden Energiewelt. Die Kompetenzfelder: transformieren, planen, betreiben – für die Medien Erd- und Biogas, Wasserstoff und Wärme. vionta.de | Wir verbinden Energien.
Über die DBI-Gruppe
Die DBI-Gruppe deckt als unabhängige Unternehmensgruppe des DVGW e.V. die gesamte Wertschöpfungskette von der Gaserzeugung, Speicherung, Transport/ Verteilung bis hin zur effizienten und umweltschonenden Nutzung erneuerbarer Energieträger ab. Die DBI Gas- und Umwelttechnik GmbH, welche 1991 aus den gastechnischen Abteilungen des Deutschen Brennstoffinstituts hervorgegangen ist, vereint sowohl die Entwicklung neuer Technologien zur Nutzung regenerativer gasförmiger Energieträger als auch die Einführung innovativer Technologien in die Praxis. Als forschungsintensives KMU liegt der Schwerpunkt auf innovativem Engineering und Dienstleistungen. Das Tochterunternehmen, die DBI – Gastechnologisches Institut gGmbH Freiberg erforscht seit 1997 die grundlagenorientierten Fragestellungen. Aufgrund der Gruppenstruktur erfolgt ein schneller Transfer der Forschungsergebnisse in den Dienstleistungsbereich der Energie- und Gaswirtschaft.
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(+49) 3731 4195-199
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