DBI Gas- und Umwelttechnik
DBI-GUT Slogan

Fachübergreifende Großprojekte der DBI-Gruppe

EffOSorb

TU Bergakademie Freiberg, Institut für Energieverfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen, Lehrstuhl Reaktionstechnik
DBI - Gastechnologisches Institut gGmbH Freiberg
DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut des Karlsruher Instituts für Technologie

Laufzeit 01.05.2015 - 30.04.2017
Förderkennzeichen: 17963 BG

 

Versuchsstand zur Bestimmung der Aktivität und Kapazität von Sorbentien gegenüber Schwefelwasserstoff und Sauerstoff (Quelle: DBI)
Versuchsstand zur Bestimmung der Aktivität und Kapazität von Sorbentien gegenüber Schwefelwasserstoff und Sauerstoff (Quelle: DBI)

Ziel des Teilprojekts EffOSorb ist es, ein Verfahren zur kombinierten Schwefelwasserstoff- und Sauerstoffentfernung und die dafür benötigten Sorbentien, insbesondere Eisen- und Mischoxide, weiterzuentwickeln. Im Rahmen des Projektes werden deshalb mögliche Sorbentien identifiziert, synthetisiert, charakterisiert und erprobt. Ziel ist das Erreichen hoher Aktivitäten und Kapazitäten. Aufbauend auf Erkenntnissen aus den Laborversuchen und numerischen Simulationen soll ein kleintechnischer Demonstrationsanlage für das Verfahren entwickelt, gebaut und in einem Feldtest erprobt werden.

Das Forschungsvorhaben trägt dazu bei, ein neues Verfahren zur Schwefelwasserstoff- und Sauerstoffentfernung einschließlich des optimierten Adsorbens zu entwickeln, welches die normgerechte Biomethaneinspeisung nach DVGW-Regelwerk G 260 und EASEE-gas Richtlinie gewährleistet.

Bisher wurde eine Vielzahl verschiedener, sowohl kommerziell verfügbarer, als auch selbst hergestellter, Materialien physikalisch-chemisch charakterisiert und unter gewählten Bedingungen an einem Laborversuchsstand getestet. Als aussichtsreichste Materialgruppen in Bezug auf Reingasqualität und Sorbenskapazität konnten Eisen(III)-oxidhydroxide (FeOOH) sowie Eisen(III)-hydroxid (Fe(OH)3) ermittelt werden. Derzeit wird in Zusammenarbeit mit den Praxispartnern des Projektes die Weiterentwicklung bzw. Optimierung der Entwicklungsprodukte vorangetrieben.

In einer zweiten Projektphase ist die Testung der weiterentwickelten Materialien in einem Feldtest an einer kleintechnischen Demonstrationsanlage geplant. Bei Abschluss des Projektes steht ein eisenbasiertes Sorbens zur Verfügung, welches optimal für die kombinierte Schwefelwasserstoff- und Sauerstoffentfernung eingesetzt werden kann.